Nachhaltigkeit

Das Klima unserer Erde ist im Wandel. «Trockene Sommer», «Heftige Niederschläge», «Mehr Hitzetage» und «Schneearme Winter» sind absehbare Folgen eines ungebremsten Klimawandels für die Schweiz. Wer den Klimawandel relativiert, belügt sich selbst. Die Gletscher schmelzen uns regelrecht davon. Vogelarten sterben aus. Wir dürfen uns nicht mehr mit faulen Ausreden begnügen. Es geht nicht mehr in erster Linie um die nachfolgenden Generationen, sondern bereits um uns selber.

In den letzten Jahren hat die Politik weltweit, aber auch in der Schweiz, versagt. Globale Klimaschutzanstrengungen werden mit dem Segen der Politik sabotiert. Nach aussen verkündet man an Klimakonferenzen gerne laut, wie engagiert man sich zu Gunsten unserer Natur geben werde.

In der Klimapolitik gibt es noch zu viele Sonntagsreden. Kein Wunder, treibt es Jugendliche auf die Strasse. Der Schweizer Klimaschutz braucht einen Neuanfang und eine Koalition der Vernunft.

Vor zehn Jahren, also im Jahr 2009, hiess es am Klimagipfel in Philadelphia von den G20 Staaten, dass man fossile Brennstoffe nicht mehr lange unterstützen werde. Zitat: „In­effiziente Subventionen für fossile Brennstoffe fördern die Verschwendung, untergraben die Energiesicherheit, verhindern Investitionen in saubere Energien und sabotieren die Bemühungen, den Klimawandel zu bewältigen.“ Doch geschehen ist das Gegenteil. Um den Abbau oder den Einsatz von Kohle zu fördern, gaben die G20-Staaten zuletzt 64 Milliarden Dollar pro Jahr als Subvention für Kohle aus.

Ich schliesse mich hier gerne der Forderungen unseres SP-Klimapolitikers Beat Jans an: „Den grössten Hebel in Sachen Energiewende hat die Schweiz als Finanzplatz. .... er zeichnet sich für schätzungsweise 20 Mal mehr CO2-Emissionen verantwortlich als alle Haushalte und Produktionsstätten zusammen..... Der zweitgrösste Hebel ist der Verkehr. Der motorisierte Individualverkehr der Schweiz heizt das Klima heute stärker auf als unsere Häuser und Fabriken. Das effizienteste Mittel, um Verkehr klimaneutral zu organisieren, ist, ihn zu vermeiden. ..... Deshalb ist angesichts der Dringlichkeit des Klimaschutzes klar, dass jetzt alles darangesetzt werden muss, den Verkehr möglichst rasch zu elektrifizieren und die erneuerbaren Stromquellen auszubauen. Eine Lenkungsabgabe auf Treibstoffen, hohe Emissionsvorgaben an Autoimporteure und ein rascher Ausbau von Stromtankstellen sind dazu notwendige Massnahmen.“

Ich persönlich leiste meinen Beitrag damit, dass ich seit über 13 Jahren von März bis Oktober meinen Arbeitsweg von insgesamt 60 Kilometern bei jedem Wetter mit dem Velo meistere.